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Katze und

... Kinder

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Katzen und Kinder

Hier gibt es zwei Konstellationen:
1.Die Katze ist schon da, ein Baby wird erwartet.

Eventuelle Bedenken und Sorgen um die Gesundheit der Mutter und des Babys sollten natürlich mit dem betreuenden Arzt besprochen werden.

Grundsätzlich gibt es aber kaum einen Grund, die Katze abzuschaffen, weil ein Baby erwartet wird.

Aus Sicht der Katze bedeutet die Ankunft des Babys natürlich eine große Veränderung. Neue Gerüche und neue Geräusche kommen ins Haus, evtl. darf sie nicht mehr in ein Zimmer, in dem sie vorher heimisch war. Diese Art von Veränderungen sollten langsam vorbereitet werden. Das Kinderzimmer sollte schon vor Ankunft des Babys für die Katze „Sperrzone“ sein, damit sie die Verkleinerung ihres Reviers nicht mit dem Baby in Verbindung bringt. Die Anwesenheit von Kleinkindern kann man trainieren, in dem man gelegentlich Mütter mit kleinen Kindern zu Besuch hat (hier aber dann während des Besuches der Katze keine besondere Beachtung schenkt. Wichtig ist, die neue Situation als „normal“ ansehen und sich der Katze gegenüber auch „normal“ zu verhalten). Die Katze darf während der Besuche keinerlei schlechte Erfahrungen mit den Gästen machen! Eine Möglichkeit ist auch, das besondere Lieblingsfutter zu servieren, wenn Besuch da ist. Nach einigen Wiederholungen wird die Katze erste positive Verknüpfungen haben.

Die Rituale der Katze (Futterzeiten, Spiel- und Schmusezeiten etc.) sollten nach Ankunft des Babys unbedingt beibehalten werden.

Sollte es zu schwierigen Situationen kommen, bitte unbedingt frühzeitig Rat suchen und nicht warten, bis die Katze erste Stress-Symptome zeigt.

Die 2. Konstellation:
Kinder und Eltern wünschen sich eine Katze.
Ganz wichtig: alle Familienmitglieder müssen einverstanden sein mit der Anschaffung. Beachten sollte man: Kinder unter 12 Jahren können sicher nicht die Verantwortung für die Katze übernehmen. Auch Kinder über 12 - also eher Jugendliche - sind mit der Verantwortung für ein Tier häufig überfordert und haben pubertätsbedingt eigene Probleme. Die Verantwortung für das Tier liegt immer in Händen der Eltern.

Bei der Auswahl der Katze sollte man sich durch die Tierheimmitarbeiter oder den Züchter beraten lassen. Je jünger die Kinder sind, um so ruhiger und ausgeglichener sollte die Katze sein. Zu bevorzugen sind hier Tiere, die optimal sozialisiert sind und schon – natürlich positive – Erfahrungen mit Kindern gemacht haben.

Wie können Probleme entstehen?
Die Katze kennt keine Kinder – Kinder bewegen sich aber anders (schnell und lebhaft) als Erwachsene, Kinder sind auch schon einmal lauter, lachen, schreien oder weinen. Auch dass kennen Katzen nicht, wenn sie nicht bereits mit Kindern Kontakt hatten. Es gibt Katzen, die Probleme haben, sich an dieses Verhalten zu gewöhnen.

In ihrer großen Begeisterung in den ersten Tagen wollen die Kinder natürlich so viel Kontakt wie möglich zur Katze. Viele Katzen sind dadurch überfordert und fühlen sich bedrängt. Als Regel sollte grundsätzlich gelten:
-die schlafende Katze darf nicht gestört werden
-gleiches gilt natürlich für Futter- und Wasseraufnahme und auch auf der Toilette
-Katzengeschirr, Kratzbaum und Katzentoilette dürfen nicht in Kinderspiele integriert werden
-die Katze darf nicht herumgetragen werden (Kinder halten häufig nicht richtig fest und die Tiere haben Angst, zu stürzen und krallen sich fest. Kratzwunden sind dann die Regel und stören das Verhältnis sehr schnell)

Einige Szenarien aus der Praxis, auf die Verhaltensstörungen folgten (natürlich im kindlichen Spiel und ohne böse Absicht):
- Einsperren der Katze ins Puppenhaus oder sonstige Behältnisse
- Anziehen von Halstüchern, Leinen, Puppenbekleidung
- Schmücken der Katze mit Haarspangen, Ketten etc.
- Anmalen der Katze mit Filzstiften

Grundsätzlich sollten die Erwachsenen das korrekte Verhalten im Umgang mit dem Tier vorleben und auch das Verhalten der Kinder im Auge behalten.