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Unsere Katzen verfügen über eine große Palette von Lautäußerungen. Sie setzen diese Laute im Umgang mit anderen Katzen, aber auch im Umgang mit ihrem Besitzer ein, um ein Ziel zu erreichen, ihre „Zufriedenheit“ zu äußern, aber auch, um sich gegen andere Katzen oder gegen den Menschen abzugrenzen.
„Miau – Mä äh – Ma-Ma“ Diese Laute kennt jeder Katzenbesitzer. Sie klingen meist sehr fordernd – und genau dies bedeuten sie auch: „Ich will etwas von Dir“ – Futter – Aufmerksamkeit – Spielen etc. . Manche Katzen lernen im Zusammenleben mit ihrem Menschen – unterstützt durch die positive Bestärkung ihres Menschen (z.B. „... wie lieb, du hast ja grade Mama gesagt ...) neue Laute zu formen und auch passend zur Situation einzusetzen, um ein Ziel zu erreichen.
„Plaudern“ Das Plaudern unserer Katzen entsteht durch eine Mischung verschiedener Laute, zu den fordernden Lauten kommen hier noch Gurrlaute wie „Prr Prr“ oder „Grr Grr“ hinzu. Manchmal hört man auch ein hohes Piepsen. Die Gurr- wie auch die Piepslaute haben ihren Ursprung in der Aufzuchtphase, hier werden sie von der Mutter zur Begrüßung, zur Beruhigung, aber auch zum Locken der Jungen eingesetzt. Sämtliche Formen der Lautäußerung werden von Katzebabys beim Spielen gezeigt, sie „üben“ hier den Umgang miteinander.
„Schnattern / Meckern“ Beim „Schnattern“ oder „Meckern“ handelt es sich um eine Übersprungshandlung zum Abbau von aufgestauter Energie / Frustration. Es ist häufig von Katzen zu hören, die z.B. hinter einer Fensterscheibe oder auf einem gesicherten Balkon ein potentielles Beutetier sehen. Der hierdurch aufgestaute Jagdtrieb kann nicht befriedigt werden und wird durch das „Schnattern“, „Meckern“, manchmal auch durch lautes Schmatzen abgebaut.
„Fauchen / Knurren“ Fauch- und Knurrlaute sind jedem Katzenbesitzer bekannt. Hierbei handelt es sich um Angst- oder Abwehrlaute, die zusammen mit der Körpersprache der Katze gedeutet werden müssen. Ein einfaches Fauchen mit aufgestellten Ohren und ansonsten eher normaler Körperhaltung bedeutet z.B. „ich hab mich erschreckt“. Sind die Haare der Katze jedoch gesträubt, macht sie einen Buckel, legt die Ohren zurück, geht das Fauchen schnell in ein Knurren über, ist dies als „ich fühl mich in die Enge gedrängt, letzte Warnung“ zu verstehen. Hier geht die eher defensive Verteidigungshaltung schnell in eine offensive Angriffshaltung über.
„Schnurren“ Eine von allen Katzenbesitzern geliebte Besonderheit unserer Katzen ist das Schnurren. Lange Zeit wurde das Schnurren ausschließlich als ein Laut der Behaglichkeit gedeutet, ein Laut, mit dem die Mutter z.B. ihre Jungen beruhigt, den aber auch die Jungen ihrer Mutter gegenüber zeigen. Auch unsere erwachsenen Katzen schnurren, wenn sie sich wohlfühlen und wenn wir sie streicheln.
Schnurren wird aber auch von ängstlichen und unterlegenen Katzen gegenüber dominanten Katzen oder auch einem Menschen, der ihnen Angst macht, als Beschwichtigungslaut gezeigt. Dieses Schnurren kann man deuten als „ich bin schwach, hilflos, klein, bedeute keine Gefahr für dich“.
Warum schnurrt aber eine Katzenmutter während der Wehen, also unter Schmerzen? Dieses Schnurren kann man auch bei sehr kranken und verletzten Katzen beobachten. Neuere Beobachtungen haben gezeigt, dass das Schnurren eine unterstützend-heilende Wirkung hat.
Zum Schnurren siehe auch:
http://www.zdf.de/ZDFde/Inhalt/22/0,1872,2009526,00.html
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