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Missverständnisse zwischen

Mensch und Katze

Perserkatze blau creme weiß, dreifarbig

Was sind die größten Fehler in Bezug auf Verständigung und Kommunikation
mit der Katze?

Jede Katze ist eine eigene „Persönlichkeit“. Verhaltensweisen des Besitzers, die der einen Katze nichts ausmachen, können eine andere absolut aus der Fassung bringen. Die meisten Katzen kennen ihren Besitzer aber so gut, dass sie jede seiner Verhaltensweisen deuten können.

Die größten Missverständnisse zwischen Besitzer und Katze kommen auf, wenn die Katze unerwünschtes Verhalten zeigt und der Besitzer dieses unterbinden will. Hier wird häufig durch falsches Einschätzen der Situation gefolgt von inadäquatem Verhalten des Besitzers das Vertrauen des Tieres dauerhaft geschädigt.

Die Katze hat etwas getan, was sie nicht soll/darf. Erwischt man sie sozusagen in flagranti, kann man mit einem kurzen, aber bestimmten „Nein“ versuchen, das Verhalten zu unterbrechen. Verzichten sollte man auch auf das oft empfohlene „Anspritzen mit der Wasserpistole“ oder ähnliches. Es gibt sehr wesensfeste Tiere, die darauf in gewünschter Weise reagieren, bei den meisten Katzen entwickelt sich hieraus jedoch eher eine Scheu vor dem Besitzer oder auch eine unbestimmte Angst vor dem „Ort des Geschehens“ die bis zur Unsauberkeit genau an diesem Ort führen kann. Wer sicher gehen will, lenkt die Katze von ihrem Tun ab, in dem er z.B. mit 2 Topfdeckeln o.ä. klappert, allerdings so, dass die Katze ihn dabei nicht sieht und das Geräusch nicht mit ihrem Menschen in Verbindung bringt. Bei allen Erziehungsmaßnahmen aber bitte nicht vergessen: alles mit Maß und Ziel! Weniger ist hier mehr und die Taktik der kleinen Schritte führt sicherer zum Ziel.

Ist die „Tat“ in Abwesenheit des Besitzers geschehen, ist auf jede Art von Bestrafung zu verzichten. Die Katze wird niemals ihr vom Besitzer nicht gewünschtes Verhalten mit der Bestrafung in Verbindung bringen, sondern den Rückschluss ziehen: Mein Mensch kommt nach Hause und ist wütend. Also wird sie, wenn dies öfter geschieht, das Kommen ihres Menschen mit Angst erwarten.

Jede Art der körperlichen Einwirkung auf die Katze wie Schlagen, am Nackenfell schütteln, Festhalten und Anschreien der Katze, aber auch das immer noch teilweise praktizierte „Nase in Urin/Kot tauchen“ sind extreme Übergriffe, die eindeutig dem Tatbestand der Tierquälerei zuzuordnen sind.