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Katzenpsychologie: was ist das?
Die Katzenpsychologie beschäftigt sich mit den natürlichen Ansprüchen von Katzen, abgeleitet aus dem Verhalten ihrer frei lebenden Vorfahren.
Die Arbeit mit Katzen ist nicht sehr verbreitet. Auch hat man im Fernsehen bisher selten Bilder von katzenpsychologischer Arbeit gesehen. Warum?: Was eine ängstliche oder schnell erregbare Katze sicher nicht braucht, ist ein Kamerateam in der Wohnung. Für viele Katzen ist sogar schon der Besuch der Therapeutin eine Belastung bzw. die Katze zeigt sich gar nicht, wenn ein Fremder in der Wohnung ist. Katzenpsychologische Arbeit ist wie die Katze selbst: leise und vorsichtig.
Vielen Verhaltensstörungen liegen falsche Haltungsbedingungen oder Störungen in der Aufzucht- und Sozialisierungsphase zugrunde. Auch der Tod des Besitzers, häufiger Besitzerwechsel, der Einzug eines neuen Menschen in die Wohnung, die Geburt eines Kindes können zu einer Verhaltensstörung führen. Hier ist Hilfe nötig, in der Regel ist einfaches Abwarten ungünstig, da sich gerade bei Katzen sehr schnell Verhaltensweisen einprägen. Häufig ist der Auslöser der Verhaltensauffälligkeit schon lange beseitigt, das Verhalten der Katze aber unverändert. Wenn ein Problem schon sehr lange besteht, ist die Auflösung der Situation um so schwieriger und langwieriger.
Vor jeder Beratung müssen gesundheitliche Probleme des Tieres durch eine tierärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden. Es folgen ausführliche Gespräche mit dem Besitzer, wenn möglich Aufarbeiten der Vorgeschichte der Katze und Änderung/Verbesserung der Haltungsbedingungen. Häufig sind Nachfragen erforderlich, manchmal auch Fragen, die der Besitzer „komisch“ oder „doch sehr eigenartig“ findet, aber manche Dinge, die für uns normal sind, sind für Katzen eher das Gegenteil.
Wenn alle erforderlichen Fragen beantwortet sind, erarbeite ich mit dem Besitzer einen Verhaltensplan. Dieser leitet den Besitzer an, sein Verhalten bzw. äußere Umstände in seiner Umgebung langsam und bedächtig – Stück für Stück – zu ändern. Wichtig ist hierbei das genaue Beobachten der Katze bzw. der Veränderungen des Wesens der Katze. Der eigentliche Therapeut ist immer der Besitzer des Tieres.
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