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Katze und

... Tierarztbesuch

Brandonsüß

Der erste Tierarztbesuch

Der erste Tierarztbesuch sollte bei Tieren aus schlechter Haltung oder augenscheinlich kranken Tieren sofort - schon auf dem Weg ins neue Zuhause – erfolgen.

Tiere aus dem Tierheim sind meist tierärztlich durchgecheckt und geimpft, Tiere vom seriösen Züchter sind zumindest 2-fach gegen Seuche und Katzenschnupfen geimpft und bekommen ein tierärztliches Gesundheitszeugnis mit auf den Weg. In diesen Fällen kann man den ersten Tierarztbesuch vorbereiten. .

Vorbereitung auf den geplanten Tierarztbesuch:
Da viele Tiere die Transportbox nicht – oder nur vom Weg ins neue Zuhause – kennen, ist es ratsam, die Transportbox mit offener Tür als normalen Liegeplatz in der Wohnung anzubieten. Da Katzen gerne Höhlen und Verstecke aufsuchen, wird die Box schnell zum Schlafort. Auch kann man in der Box Leckerli etc. füttern, um die Box ins normale Leben zu integrieren. Anfänglich sollte die Tür offen bleiben, damit die Katze die Box nicht mit „ich komme nicht mehr raus“ verbindet. Hat die Katze sich an die Box gewöhnt, kann man – anfangs nur ganz kurz – die Tür zu- , dann aber direkt wieder aufmachen. Achtung: Bitte öfffnen Sie die Tür nicht, wenn die Katze an der Tür kratzt oder schreit, sonst lernt Katze : ich kratze oder schreie, dann geht die Tür auf. Wenn die Katze gelassen in der Box liegt und auch die kurzzeitig geschlossene Türe duldet, sollte man beginnen, die Box anzuheben und einige Schritte durch die Wohnung zu tragen. In kleinen Schritten folgt dann Box erst kurz, dann länger durch die Wohnung zu tragen, Box mit ins Auto nehmen, mit der Box im Auto ein kurzes Stück fahren.

Dieses Programm ist empfehlenswert, wenn die Katze eher ängstlich ist und schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Tiere, die dem Menschen vertrauen, sind häufig sehr gelassen und lassen sich ohne Mühe in die Box setzten. Aber auch mit diesen Tieren sollte man trainieren, um plötzlich auftretenden Stress zu vermeiden, wenn die Box zum Einsatz kommt.

Wenn der Tag des Tierarztbesuches gekommen ist, sollte man die Katze in aller Ruhe in die Box setzen und sich zeitnah auf den Weg machen. Bitte nicht beruhigend auf das Tier einsprechen (das sollte man auch während der Übungsphasen nicht tun), auch nicht im Auto. Wir wollen unserer Katze ja vermitteln, dass „alles in Ordnung“ ist und würden sie mit beruhigend gemeinten Worten nur darin bestärken, dass diese Situation Angst einflößend ist, da wir ja auch sonst im Alltag nicht ständig beruhigend auf unsere Tiere einreden. Bei eher ängstlichen Tieren ist es gut, die Box mit einer Decke abzudecken (Achtung, die Katze muss natürlich gut Luft bekommen, im Sommer darauf verzichten oder ein leichtes Leinentuch wählen). Grundsätzlich sollte der Mensch sich so normal wie möglich benehmen, um dem Tier zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Beim Tierarzt im Wartezimmer Box bitte geschlossen lassen. Und: Katze nicht aus der Box nehmen!!!!!! Box mit der Öffnung z.B. an eine Wand stellen und nette Patientenbesitzer, die mit Hunden unterwegs sind bitten, darauf zu verzichten, ihre Hunde an der Box schnüffeln zu lassen. Wenn im Wartezimmer Hunde sind, die bellen, kann man sicher in einem anderen Raum oder im Auto warten. Den Stress können wir unseren Katzen wirklich ersparen. Als Mensch ruhig bleiben, um die Katze nicht zusätzlich aufzuregen. TIP: schon Zuhause Fragen an den Tierarzt aufschreiben, sich das Verhalten der Katze genau anschauen, um dem Tierarzt evtl. Fragen beantworten zu können.
Häufig kommt es vor, dass das Tier – wieder zuhause – sei es nach einem Tierarztbesuch oder nach der Kastration oder einer anderen OP – von den evtl. anderen vorhandenen Katzen im Haushalt angefaucht und angeknurrt wird. Grund hierfür ist einerseits der Geruch der Tierarztpraxis, der im Fell haftet, aber auch der möglicherweise veränderte Eigengeruch der Katze, die ja Stress hatte. Hier bitte nur einschreiten, wenn es wirklich zu Angriffen kommt. Diese Situation legt sich meist innerhalb kurzer Zeit wieder. Günstig ist es, Tiere nach Narkosen erst einmal - so lange bis sie wieder richtig fit sind - in der Wohnung zu separieren. Hier kann man auch gut kontrollieren, ob es der Katze gut geht oder ob sie noch unter Nachwirkungen der Narkose leidet. Lässt man ein Tier sofort - und noch nicht ganz fit - in der Wohnung laufen, wird es sich wahrscheinlich hinter Schränken oder unter der Couch verstecken. Hier ist eine Kontrolle dann nur schwer möglich.

Katze und

... Urlaub

 

Katze und Urlaub

Häufig werden Katzen in ihrer gewohnten Umgebung gelassen und von Freunden/Nachbarn versorgt. Dies ist bei eher unsicheren Tieren, Tieren die keine extrem enge Bindung an ihren Menschen sondern eher an ihr Umfeld haben und auch Freigängern sicher eine gute Lösung. Hier sollte man aber sicherstellen, dass wenigstens 2 x, besser 3 x am Tag jemand nach der Katze schaut, sie nach Anweisung des Besitzers füttert, frisches Wasser gibt und natürlich auch die Katzentoiletten reinigt. Die „Versorger“ sollten sich aber auch Zeit nehmen für die Katze. Am besten ist es, wenn die versorgende Person vor dem Urlaub einige Male zu Besuch kommt und die Katze sie bereits kennen lernen kann. Nur so wird der Catsitter die Katze auch zu Gesicht bekommen und sehen, ob es ihr gut geht oder ob sie evtl. erkrankt ist. Wichtig ist: Bitte genau absprechen, ob und wenn ja welche Medikamente die Katze benötigt, ob etwas besonderes in Richtung Gesundheit zu beachten ist. Die Telefonnummer des behandelnden Tierarztes muss für den Catsitter greifbar sein.

Stehen Nachbarn oder Freunde nicht zur Verfügung, gibt es die Möglichkeit, über Katzenschutzorganisationen zuverlässige Catsitter zu finden. Hier sollte man sich aber frühzeitig melden und auch vorab Kontakt aufnehmen.

Eine weitere Möglichkeit: die eigene Katze zu Freunden oder Bekannten zu bringen, also in fremder Umgebung betreuen zu lassen. Wenn keine anderen Tiere dort sind und die betreuende Person der Katze vertraut ist, wenn die Katze sich nicht schnell verunsichern lässt, ist dies sicher besser als die Betreuung der Katze in der heimischen Wohnung, da in der „Urlaubswohnung“ natürlich mehr Kontakt zu Menschen besteht. Besitzen Freunde/Bekannte selbst Tiere, kann dies jedoch zu Problemen führen. Hier sollte man sorgfältig abwägen, was für die eigene Katze die beste Lösung ist.

Natürlich gibt es auch Tierpensionen, die unsere Katze betreuen. Hier sollte man vorher einen Besuch abstatten und sich alles genau anschauen. Eine seriöse Tierpension schließt mit dem Besitzer einen offiziellen Vertrag ab. Diesen Vertrag sollte man genau prüfen. Ebenso sollte man Futter, Streu, evtl. Medikamente und auch Erkrankungen des Tieres besprechen. Bei chronisch kranken Tieren sollte die Adresse des eigenen Tierarztes hinterlegt sein. Je nach Ausstattung der Tierpensionen richtet sich auch der Preis.

Immer häufiger nehmen Besitzer ihre Tiere auch mit in den Urlaub, z.B. in ihr Wochenendhaus oder in eine gemietete Ferienwohnung. Dies ist nicht so unmöglich, wie es im ersten Moment scheint. Tiere, die nicht ängstlich und unsicher sind und die eher auf ihren Menschen als auf die Wohnung geprägt sind, gewöhnen sich meist schnell an das neue Domizil. Hier ist zu beachten: Kein Freigang!!!!! Dieser ist evtl. möglich, wenn man z.B. jedes Wochenende ins Wochenendhaus fährt und die Katze sich dort ihr 2. Zuhause geschaffen hat. Mitzunehmen sind unbedingt die Katzentoilette, gewohntes Streu und Futter, da nicht sicher ist, welche Produkte wir am Urlaubsort kaufen können.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche die beste Alternative für Ihr Tier ist, sprechen Sie Ihren Tierarzt einmal darauf an oder bitten Sie eine Tierpsychologin um Hilfe. Er/Sie wird Ihnen sagen, wie er Ihr Tier einschätzt.

 

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