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Katze und

... Unsauberkeit

 

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Unsauberkeit bei Katzen

Optimale Voraussetzungen, um Unsauberkeit zu vermeiden:
Stellen Sie eine Toilette mehr auf, als Katzen im Haushalt leben. Optimal sind also auch bei nur einer Katze zwei Toiletten.

Platzieren Sie die Toiletten an ruhigen Plätzen in verschiedenen Räumen (Hintergrund hier: Katzen setzen in der Natur Kot und Urin getrennt ab und diese Möglichkeit sollten wir ihnen auch im Haus geben).

Wechseln Sie das gewohnte Katzenstreu nicht. Wenn ein Wechsel geplant ist, bitte erst die neue Streu nach und nach unter die alte Streu mischen. Egal wie hochwertig die Streu ist – mehrfach am Tag säubern ist Pflicht. Manche Katzen bevorzugen Toiletten mit Haube, andere mögen es lieber offen. Die Toiletten sollten so groß sein, dass sich die Tiere darin bequem drehen können (für sehr große Tiere wie z.B. Main Coon) gibt es im Fachhandel spezielle Größen und Formen.

Bei plötzlich auftretender Unsauberkeit, egal ob Kot oder Urin: sollte Sie immer der erste Weg zum Tierarzt führen!!!!! Anhand einer Blutuntersuchung kann der Tierarzt ausschließen, dass der Katze gesundheitlich etwas fehlt. Wenn hier alles in Ordnung ist, sollte man nach anderen Gründen suchen. Auch wenn Ihr Tier körperlich gesund ist, sollten Sie schnell reagieren und den Grund für die Unsauberkeit suchen.

Setzt Ihr Tier Urin vor der Katzentoilette ab, ist hier in der Regel ein direkter Zusammenhang mit der Katzentoilette zu finden. Falsches Streu, schmutzige Toilette (hier kann es bei manchen Katzen reichen, wenn eine andere Katze vorher dort gewesen ist), schlechte Erfahrungen mit den Artgenossen (evtl. hat ein Tier das andere nicht aus der Toilette gelassen). Bei Tieren mit Blasenentzündung, Harngrieß oder Nierenproblemen kann es sein, dass beim Urinieren Schmerzen wahrgenommen wurden und diese Schmerzen, da der Urin ja in der Toilette abgesetzt wurde, mit dieser direkt in Verbindung gebracht werden.

Urin auf Badezimmermatten: .. hier gibt es viele Spekulationen, Sicher ist, dass es in sehr vielen Katzenhaushalten keine Badezimmermatten gibt, da diese extrem häufig “bepieselt” werden. Sollte auch bei Ihnen die Matte beschmutzt werden, lassen Sie diese für längere Zeit (oder am besten grundsätzlich) weg ... und denken Sie bitte auch daran, keine Handtücher im Bad auf dem Boden zu belassen.

Urin an Wänden, meist im Flur, an Türrahmen etc. zeugt von Markierverhalten: Katzen wie Kater können dieses Verhalten an den Tag legen. Sind Ihre Tiere noch nicht kastriert, wird es allerhöchste Zeit dafür. Sollten Ihre Zuchttiere markieren, sprechen Sie Ihren Tierarzt an, hier gibt es (zumindest versuchsweise) Möglichkeiten, das Markieren zu unterdrücken.

Markierverhalten zeigen gelegentlich auch kastrierte Tiere, wenn es z.B. Unruhe in der vorhandenen Katzentruppe gibt (neues Tier dazugekommen etc.). Hier sollten Sie tierpsychologische Hilfe in Anspruch nehmen. .

Bemerken Sie Urin auf Bettdecken, Sofa oder Kopfkissen: hier liegt “Protestpinkeln” nahe. Wenn dies mehr als 2 mal passiert, bitte sofort (nach dem Tierarztbesuch) kompetente Hilfe suchen (vorherigen Halter des Tieres, also Tierheim oder Züchter befragen, in Foren oder auch bei einer Tierpsychologin). Wichtig ist hier schnelles Handeln!

Wird Urin und/oder Kot bei der Flucht vor einer anderen Katze in der Wohnung sozusagen „verloren“ , empfindet die gejagte Katze höchste Angst, hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, es kann zu blutigen Verletzungen zwischen den Tieren kommen, denn das ist sicher kein Spielen mehr und auch keine normale Auseinandersetzung!!!!!

Kotabsatz an unerwünschten Orten spielt seltener eine Rolle. Dies kann vorkommen bei ängstlichen Tieren, die sich nicht aus ihren Verstecken trauen, bei kranken Tieren (Durchfall, andere Erkrankungen), oder auch als – untypisches - Zeichen von Protest.

Katzen, die an ihrem Schlafplatz urinieren und dann im Urin liegen bleiben oder sich wieder hineinlegen, gehören schnellstmöglich zum Tierarzt (NOTDIENST). Dieses Verhalten ist für Katzen sehr untypisch und Abwarten in dieser Situation kann man nur als “grob fahrlässig” bezeichnen.

BEDENKEN SIE:
Warten Sie bei Unsauberkeit nicht ab, unternehmen Sie etwas. In der tierpsychologischen Praxis melden sich häufig Katzenhalter, deren Tiere schon sehr lange unsauber sind. Häufig war eine gesundheitliche Problematik auslösend, aber selbst nach Ausheilen dieser Problematik wurden die Tiere nicht mehr sauber. Hier war/ist eine Gewöhnung eingetreten, die nur sehr schwer abtrainiert werden kann. Je länger Ihr Tier unsauber ist, um so schwieriger wird eine Umkonditionierung. .

Grundsätzliches:
Bei allen Arten von Unsauberkeiten ist auf Bestrafung der Katze zu verzichten. Methoden wie „Katze durch ihren eigenen Urin reiben, mit Nase hineinstoßen etc.“ führen nicht nur nicht zum Ziel, sie verwirren Ihr Tier. Es verliert - zu dem schon vorhandenen Problem - das Vertrauen in Sie. Bitte verzichten Sie auch darauf, Ihr Tier „der Tat“ in die Katzentoilette zu verbringen. Ihr Tier wird den Zusammenhang nicht verstehen und nur noch unsicherer werden.

 

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